Also um es kurz zu umschreiben, hier gehen irgendwo zwischen Oral- und Analsex die Gefühle verloren.
Sogar die verkommensten Pornoregisseure versuchen in ihren Filmen noch eine Handlung zu zeigen, ein Leben zu geben, aber dieser Regisseur der zugleich auch der Buchautor war/ist (Michael Winterbottom 44 ) gehts für ihn in “9 Songs” nur um harten animalischen Sex.
Intro
Kiern O Brian und Margo Stilley spielen ein Paar, das nichts anderes macht als auf Rockkonzerte zu gehen, sich dort und überall anders auch zu betrinken versucht und dann zu ficken.
Obwohl sie eine Menge Haut zeigen, schaffen sie es für mich keine Minute lang , nein keine Sekunde lang mit ihrer Geschichte unter die Haut zu gehen. Sie tun einen Sommer lang das, was frische Paare eben so tun: viel essen, wenig reden und es tierisch treiben!
Aus dieser Affäre, das war glaub ich schon ganz klar und wurde mit der Dauer auch jedem bewusst, ist keine Liebesgeschichte geworden.
Plot
Kurzer “overview“, das Mädchen kehrt zurück in die Staaten, der Mann geht auf Arbeit in die Eisberge oder Antarktis, weiter nicht wichtig. Aber warum sie sich trennen bleibt ebenso müssig wie die Frage die man sich den ganzen Film lang gestellt hat, wie verschlumpft sind die eigentlich zusammen gekommen ?!
Doch man glaubt es kaum, der Film provoziert dennoch diverse Fragen nach dem Sinn des Lebens. Und zwar, weil man ihn langsam schwinden sieht, während man 90 Minuten lang diesen Film sieht und sich fragt, was zum Henker dieser Winterbottom aka. Regisseur mit diesem abartigen komischen und ein schönes Wort zum Schluss, narzistisch-masturbatorischen Machwerk sagen will oder auszudrücken versucht.
Kritik
Das Ende ist haarsträubend banal und durch das ganze Hecheln und Schwitzen der beiden fast immer nackten Hauptakteure verlässt man das Kino. Und vielleicht teilt sich noch einer das Gefühl mit mir sich billig und benützt worden zu sein.
